Kindergärten

 

Kleine Kinder stellen große Ansprüche

 

Ernährung
Kleine Kinder stellen große Ansprüche an ihre Ernährung, denn sie wollen wachsen und sich gesund entwickeln. Sie unterscheiden sich dabei sowohl im Bedarf verschiedener Nährstoffe als auch im Ernährungsverhalten von Erwachsenen. Da der Grundstein für lebenslange Essgewohnheiten und Geschmacksvorlieben in der Kindheit gelegt wird, ist es wichtig, den Kindern das Thema Ernährung so früh wie möglich näher zu bringen. Die Kinder sollen erfahren, dass die richtige Ernährung schmeckt, Spaß macht und gut tut. Regelmäßige, gemeinsame Mahlzeiten im Kindergarten spielen eine wichtige Rolle für das Ernährungsverhalten des Kindes. Hier können die KindergartenpädagogInnen mit gutem Beispiel voran gehen. Außerdem erfahren die Kinder im gemeinsamen Miteinander, dass Ernährung auch wichtiger Teil des sozialen Erlebens ist.


Bewegung
Kinder lieben Bewegung, denn dabei können sich ausprobieren, spüren, spielerisch ihre Grenzen ertasten, die Umwelt erleben und dabei ihre kognitiven wie sportmotorischen Fähigkeiten aufbauen. Gesundes Aufwachsen ist daher sehr engt mit Bewegung verwachsen. Grundsätzlich haben Kinder genügend eigene Impulse und Ideen für das Bewegungsspiel und die damit verbundenen Herausforderungen - nur so oft stehen sie der Ängstlichkeit und Überbehütung von Bezugspersonen, bewegungsfreundlichen Räumlichkeiten und medialen Ablenkungen gegenüber. Hier gilt es, den Kindern bewegungsanregende Freiräume zu schaffen und als Betreuungsperson mit kleinen Impulsen die Fantasie und Kreativität der Kinder anzuregen: Für ein losgelassenes Bewegungsspiel, bei dem Kinder sich ihre Herausforderungen noch selbst suchen dürfen.


Psychosoziales/ Wohlbefinden
Die kindliche Entwicklung geht in diesem Alter besonders zügig voran. Voller Neugier entdecken Kinder ihre Eigenständigkeit und Identität. Die Neuronen im Gehirn vernetzten sich in unglaublicher Geschwindigkeit und fördern nicht nur den körperlichen, sondern auch den mentalen Entwicklungsprozess. Lernen findet vornehmlich durch Beobachtung der Mitmenschen und der Umwelt statt, durch das sog. "Modelllernen". Für eine optimale emotionale und soziale Entwicklung benötigen Kinder ein förderndes, wohlwollendes und wertschätzendes Umfeld, sowohl in den Kinderkrippen, Tagesstätten oder Kindergärten als auch im Elternhaus. Dazu gehört auch das Respektieren der persönlichen sowie der Grenzen anderer Personen. Klare Strukturen im Tagesablauf, regelmäßiger Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen, Förderung aller Wahrnehmungsbereiche sowie Wärme und Liebe von mindestens einer verlässlichen Bezugsperson sind der Nährstoff für ein gesundes Wachstum.


   

Foto: © Alena Ozerova, Fotolia.com