Gemeinden / Kommunen

 

Gesundes Körpergewicht - Wunsch und Wirklichkeit

 

Schlaraffenland
In den westlichen Industrienationen ist während der letzten Jahrzehnte der alte Menschheitstraum vom Schlaraffenland in Erfüllung gegangen: Ein Überfluss an Nahrungsmitteln ist jederzeit in guter Qualität und ausreichender Menge verfügbar. Zugleich wird unser Leben immer mehr durch Bewegungsmangel geprägt, was einerseits dem Wandel von körperlicher Arbeit zu sitzenden Berufen zuzuschreiben ist, andrerseits erschwinglichen und bequemen Fortbewegungsmitteln. Zivilisationskrankheiten wie Übergewicht oder Krebsleiden sind Folgen, die uns nicht nur aus medizinischer Sicht herausfordern, sondern die Gesellschaft auch sozioökonomisch belasten.


Herausforderung für die Gemeinden
Insgesamt stehen wir vor einer grosse Herausforderung, die nur im gesamtgesellschaftlichen Kontext lösbar ist: Ein gesundes Körpergewicht zu erreichen und zu halten bedeutet, ein hohes Mass an Lebensqualität anzustreben. Die zentrale Grundbedingung dafür ist ein gesunder Lebensstil – das Bewusstsein dafür muss im heutigen Umfeld allerdings hart erarbeitet (oder gar erkämpft!) werden. Das ist nur mit systematischen und einheitlichen Konzepten zu bewerkstelligen. Wobei insbesondere die Politik gefordert ist, die notwendigen Ressourcen für Gesundheitsförderung und Primärprävention in den Gemeinden bereit zu stellen. Denn gerade in der Gemeinde kann die Bevölkerung in ihrer Alltagsumgebung besonders gut erreicht werden.


Wer sich im Bereich der Gesundheitsförderung engagiert, darf sich keinen Illusionen hingeben: Es
werden nur kleine und behutsame Schritte möglich sein. Umso mehr liegt der Fokus deshalb auf langfristigem Handeln – damit die nächsten Generationen profitieren können.

 

(Weiterführende) Information

Deutschland

Das Handbuch „Gesund aufwachsen in Baden-Württemberg - Handbuch zur kommunalen Gesundheitsförderung" finden Sie hier. Darüber hinaus finden Sie zum Thema "Gesundheitsförderung im Quartier" hier weitere Informationen und Materialien.

Österreich

Für MitarbeiterInnen aus der Gemeideverwaltung, Gemeinderat, engagierte Personen im Bereich Gesundheitsförderung in Gemeinden, Städten und Regionen bietet die aks gesundheit GmbH einen Lehrgang für Regionales Gesundheitsmanagment. Bei Interesse melden Sie sich bitte hier.

Schweiz

Den Leitfaden für Gemeinden, herausgegeben vom Kanton St. Gallen "Lokale Strategien zu Bewegung, Ernährung und Übergewichtsprävention" finden Sie hier.
Massnahmensammlung: Sind Sie an der Umsetzung von einzelnen Projekten zu Bewegung und Ernährung interessiert? Eine Übersicht über bewährte Projekte bietet die Mappe «Projekte zu Bewegung, Ernährung und Übergewichtsprävention».
Materialien: Es stehen diverse Materialien von Broschüren bis zu Standelementen für die Sensibilisierung der Gemeindebevölkerung zur Verfügung.

 

Quelle:
Dr. med. Josef Laimbacher, Chefarzt Jugendmedizin
Bereichsleiter Fachbereich Jugendmedizin, Ostschweizer Kinderspital St.Gallen


   

Foto: Kinder im Gleichgewicht