KIG Publikationen

Kampagne „TrinkWasser“ im Bodenseekreis (D)

Schulfrei für zuckerhaltige Getränke

der häufige Konsum von zuckerhaltigen Getränken wird in Fachkreisen als Risikofaktor bei der Entstehung von Übergewicht und Folgeerkrankungen wie zum Beispiel „Diabetes mellitus Typ 2“ festgestellt.


Das Gesundheitsamt des Landkreises Bodenseekreis möchte daher im kommenden Schuljahr 2013/ 2014 über eine Kampagne das Trinken von Wasser in Schulen fördern und den Konsum zuckerhaltiger Getränke einschränken. Außerdem möchte das Gesundheitsamt erreichen, dass in Schulen die Informationen zum „Bildungs- und Teilhabepaket“ weitergegeben werden, um Kindern aus anspruchsberechtigten Familien die Teilhabe am Verpflegungsangebot zu ermöglichen.

Bei der Befragung durch das Gesundheitsamt Bodenseekreis zum Thema „Trinken und Gesundheit“ im März 2013 haben sich 72% aller Schulen beteiligt (Anzahl 67) und zum Teil einen konkreten Unterstützungsbedarf genannt, um das Wassertrinken noch nachhaltiger zu fördern. Den Ergebnisbericht zu der Befragung können Sie dem Anhang entnehmen.

Das Gesundheitsamt Bodenseekreis bietet aufgrund der Ergebnisse allen Schulen an, sich an der Trinkkampagne des Bodenseekreises zu beteiligen. Für angemeldete Schulen wird ein finanzieller Unterstützungsbeitrag zur Durchführung der Trinkkampagne zur Verfügung gestellt.

Zur Durchführung der Trinkkampagne stehen Ihnen außerdem verschiedene Medien, Beratung und personelle Unterstützung zur Verfügung. Ein Trinkwasser-Check durch das Gesundheitsamt Bodenseekreis wird angeboten. Nähere Einzelheiten können in einem Vorgespräch geklärt werden.

Kontakt:
Landratsamt Bodenseekreis
Gesundheitsamt, Christine Topcu
Albrechtstrasse 75
88045 Friedrichshafen
Tel.: +49 (0)7541/ 204 5836

Kampagne „TrinkWasser“ im Bodenseekreis (D)
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Handout zu ausgewählten Ergebnissen des KIG-Projektes im Rahmen des KIG-Abschlussfestes am 22.06.2013 in Engen, Landkreis Konstanz (D)

Hintergrund

Übergewicht und Adipositas ist eine weltweite Epidemi (WHO, 2000) und kann nicht nur im Erwachsenen-, sondern bereits im Kindesalter zu erheblichen Gesundheitsgefährdungen führen (Zwilling, 2008). Da die Ursachen für das Enstehen von Übergewicht und Adipositas multifaktorell sind (Hebebrand, Wermter & Hinney, 2004), müssen ganzheitliche Maßnahmen erfolgen. Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht darin, die Wirkung einer ganzheitlichen Interventionsstudie im Bodenseeraum zu überprüfen.

Methode

Zur Evaluation der von 2008 bis 2013 durchgeführten Längsschnittstudie liegen Daten von N=106 Kindern im Alter von 5,51 (SD=0,5); 6,58 (SD=0,57); 7,56 (SD=0,54); 8,55 (SD=0,54) vor.
Über vier Messzeitpunkte hinweg wurden neben anthropometrischen Maßnahmen auch Daten zur motorischen und kognitiven Leistungsfähigkeit der Kinder erhoben.
Die Datenauswertung erfolgte mittels Varianzanalyse mit Messwiederholung für abhänige Stichproben.

Ergebnisse

Die Zahl der normalgewichtigen Kindern nimmt innerhalb des Erhebungszeitraumes ab, während  die der Übergewichtigen zunimmt. Die BMI-SDS-Werte der Experimetalgruppe sinken, während die Kontrollgruppe das Ausgangsniveau von 2009 in 2012 wieder erreicht.
Die Experimentalgruppe zeigt in den meisten motorischen Testaufgaben in 2012 bessere Werte als die Kontrollgruppe. Zwar lässt sich meist eine signifikante Verbesserung vom ersten zum letzten Messzeitpunkt beobachten, dennoch ist kein GruppexZeit-Effekt (p<.05) auszumachen. Beide Gruppen weisen - mit Ausnahme der Rumpfbeuge - signifikante Veränderungen (p<.05) in der motorischen Leistungsfähigkeit vom ersten zum letzten Messzeitpunkt auf.
Ausführliche Ergebnisse können Sie hier einsehen.

Diskussion

Die Experimentalgruppe weist bei der motorischen Leistungsfähigkeit keine signifikanten Unterschiede zur Kontrollgruppe auf; dies ist auf die Schulstruktur der Kontrollgruppe sowie das Interventionsprogramm zurückzuführen. Daher ist ein Vergleich der Experimentalgruppe mit einer weiteren Referenzgröße notwendig. Auch die Entwicklung des Aktivitätsverhaltens muss in weiteren Anaylsen berücksichtigt werden.

Literatur

Hebebrand, J., Wermter A.-K. & Hinney, A. (204), Adipositas, Genetik und Gen-Umwelt-Interaktionen.
Monatszeitschrift Kinderheilkunde, 152 (8), 870-876.
Weltgesundheitsorganisation. Obesity. Preventing and managing the global epidemic. Technical Report Series 894.
Geneva: World Health Organisation; 2000.
Zwilling, M. (2008). Adipositas bei Kindern und Jugendlichen.
Bewegung in der Therapie und Prävention. Saarbrücken: Müller

Autor
Annette Rauner
Karlsruher Institut für Technologie
Institut für Sport und Sportwissenschaft
Engler-Bunte Ring 15
75131 Karlsruhe
Tel: 0049 (0)721 608 41 660

Foto: Kinder im Gleichgewicht, Landkreis Konstanz

Handout zu ausgewählten Ergebnissen des KIG-Projektes im Rahmen des KIG-Abschlussfestes am 22.06.2013 in Engen, Landkreis Konstanz (D)
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Broschüre "Gesundheitsförderung für Kinder und Jugendliche durch besondere Initiativen im Landkreis Lindau (Bodensee)" (D)

Kinder im Gleichgewicht - 28. Mai 2012

Im Landkreis Lindau (Bodensee) wird der Stärkung der Familien- und Erziehungskompetenz ein besonders hoher Stellenwert zugeordnet. Der Landkreis Lindau (Bodensee) führt dazu u.a. ein Projekt durch, um die im Landkreis Lindau (Bodensee) zurzeit angebotenen unterschiedlichen und vielseitigen Präventionsleistungen zusammenzuführen. Dadurch sollen ein Bekanntwerden dieser Initiativen und darüber hinaus mehr Synergien und Nachhaltigkeit dieser Anstrengungen erreicht werden.

Den genannten Initiativen im Landkreis Lindau (Bodensee) wurde mit einem Symposium am 15. Juli 2011 die Gelegenheit gegeben, ihre Präventionsleistungen darzustellen und bekannt zu machen. Dies trug dazu bei, die Zusammenarbeit zu fördern, neue Ziele zu erarbeiten und besonders die Beständigkeit von schon bestehenden erfolgreichen Leistungen zu erhalten. Die Zusammenfassung der Beiträge sind in dieser Broschüre dargestellt.

Mit den gleichen Zielen wird auch am 20. Juli 2012 ein Folgesymposium durchgeführt.

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Broschüre "Kinder im Gleichgewicht" (A, D, CH)

Kinder im Gleichgewicht - 10. November 2009

Zur Auftaktveranstaltung des Projektes EUREGIO BODENSEE - "Kinder im Gleichgewicht - Folgeprojekt", kurz "KIG II", wurde diese Broschüre herausgegeben. Sie beinhaltet das "Schweizer Lebensphasemodell" sowie eine Kurzdarstellung (Zielgruppe/ Projektziel/ Geplante Projektaktivitäten) eines jeden Projektpartners.

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Empfehlungen "Essen und Trinken in Schulen" (A, D, CH)

Kinder im Gleichgewicht - "Empfehlungen der KIG 2-Projektpartner" - 2. Auflage 2013

Fitte, gesunde und leistungsfähige Kinder dank bedarfsgerechter Ernährung: Die Empfehlungen beinhalten das Speise- und Getränkeangebot an Schulen, Getränke, Pausenmahlzeit von zuhause, Pausensortiment aus der Bäckerei, Pausensortiment am Schulkiosk sowie Getrennte Ess- und Bewegungspausen in der Schule.

Empfehlungen
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Six-Minute Walk Distance in Overweight Children and Adolescents: Effects of a Weight-Reducing Program (A, D)

The Journal of Paediatrics 08.2010

Objective To assess the significance of consecutive six-minute walk tests (6MWTs) during a weight reduction program.

Study design Overweight children and adolescents (n = 113; mean +- standard deviation age, 12.9 +- 2.0 years; 64 girls) performed a standardized 6MWT at the beginning and end of an in-patient weight reduction program consisting of exercise, diet, and educational and psychological support. Their 6-minute walk distance (6MWD) was compared with age- and sex-matched normal-weight children (n = 353).

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Übergewicht und Adipositas im Kindes- und Jugendalter (D)

HERZ, Urban & Vogel 2006

Ist Prävention möglich?

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Prävention von Adipositas durch körperliche Aktivität – eine familiäre Aufgabe (A)

Deutsches Ärzteblatt/ Jg. 100/ Heft 47/ 21. November 2003

Der Stellenwert der körperlichen Aktivität in der Prävention kardiovaskulärer Erkrankungen ist weitgehend unbestritten. Im Rahmen der CHILT-Studie (Children´s Health Interventional-Trial) werden bei Erstklässlern Zusammenhänge zwischen elterlichen und kindlichen Freizeitaktivitäten sowie anthropometrischen Daten untersucht.

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KIG Machbarkeitsstudie (A, D, CH)

Kinder im Gleichgewicht Januar 2005

Kerngedanken zur Umsetzung des Projekts Adipositas Kompetenz-Zentrum Euregio Bodensee

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