mit Jugendliche ab 12 Jahren

 

Unser Kind ist Teenager und mag keinen Sport.
Was kann ich tun?

 

Das Wichtigste vorab: Zwingen Sie Ihr Kind nicht zu etwas, was es nicht mag. Es hat vielleicht einen Grund warum es nicht zum Sport will.

Tipps

  • Begeistern Sie Ihr Kind von einer Aktivität.
  • Binden Sie Freunde und Verwandte wenn es um die Motivation geht.
  • Finden Sie heraus, was Ihr Kind cool findet - Skaten, BMX, Hip Hop, etc.
  • Ein Gutschein für Ihr Kind und eine/n FreundIn ist ein guter Einstieg für eine neue Sportart.
  • Überfordern Sie Ihr Kind nicht.

Vielfach haben Jugendliche in der Vergangenheit schlechte Erfahrungen im Sportunterricht gemacht. Vielleicht waren Sie in Ihren Bewegungen nicht so geschickt wie andere Kinder, vielleicht waren Sie beim Laufen langsamer oder es ging Ihnen einfach schneller die Puste aus. Wenn es um das Mannschaften wählen ging, wurde man immer als letzter gewählt, niemand wollte einen. Verletzende Sprüche prägen sich ins Gedächtnis ein. Diese Gedanken werden irgendwann gar nicht mehr bewusst wahrgenommen, Sport wird gleichsam mit einem schlechten Gefühl assoziiert. Als Ergebnis bleibt, dass jeder Sport zunächst als sehr negativ gesehen wird.

Der erste Schritt ist oft der schwerste. Die Initiative muss von Ihnen ausgehen. Leider enden Vorschläge und Sprüche wie „Du musst etwas tun", „Wieso gehst du nicht Basketballspielen?" oder „Komm wir gehen joggen" mit genervten Jugendlichen, die darauf einfach keinen Bock haben.

Sie müssen Ihr Kind von etwas begeistern. Wenn Ihr Kind etwas toll findet, reift in ihm langsam der Entschluss, es auch lernen oder ausüben zu wollen. Häufig ist der Umweg über einen Bekannten oder eine Tante leichter. Trendsportarten sind für Jugendliche häufig der beste Anlass aktiv zu werden. Kennen Sie jemanden der klettert, Kajak fährt, TaiBo macht oder skatet? Fragen Sie Ihn, ob er/sie Ihr Kind nicht einmal mitnimmt.

Versuchen Sie Ihr Kind einzuschätzen, finden Sie heraus was es „cool" findet:
HipHop, die BMXler in der Stadt, die Skater in der Halfpipe, die Wellenreiter auf den Postern oder die Breakdancer in den Musikvideos? Macht ein Mitschüler so etwas, gibt es einen Verein in der Nähe der Workshops anbietet? Schenken Sie Ihrem Kind und der besten FreundIn einen Gutschein für einen Schnupperkletterkurs oder ein HipHop-Street-Dance-Workshop...

Egal, was Sie vorhaben, überfordern Sie Ihr Kind nicht. Es braucht in Bezug auf Sport und Bewegung zu allererst Zeit - und Erfolgserlebnisse. Dadurch werden durch die ausgeübte Sportart positive Gefühle ausgelöst, d.h. Bewegung wird nicht mehr automatisch als schlecht beurteilt, wie das vielleicht im Sportunterricht geschehen ist! Und damit haben Sie gewonnen – und Ihr Kind auch!


   

Foto: Kinder im Gleichgewicht